Sixtinische Kapelle

Liebes Reisetagebuch,

eins ist gewiss: Wer in die Sixtinische Kapelle möchte, sollte Zeit mitbringen. Sie ist nur über Vatikanische Museen zugänglich, deren Besichtigung ein paar Stunden dauern kann. Zudem sind die Wartezeiten vor dem Eingang zu den Vatikanischen Museen sehr lang. Zeitweise bildet sich eine Schlange, die nahezu um den halben Vatikan herumreicht. Nach einer Besichtigungstour durch das etruskische, das ägyptische und ein paar andere Museen, kommt man schliesslich in einen langen Gang. Es handelt sich dabei um die “Galleria della Carte Geografiche”. Die Decke strahlt golden, an beiden sieht man Fresken mit alten Landkarten Italiens. Sie wurden von 1580 bis 1583 von Antonio Danti gemalt.

Die Landkarten gehören zu den ersten, in denen der Norden oben ist. Als Besucher geht man von Süden nach Norden durch den Gang. Auf der linken Seite sieht man Abbildungen der Westküste und auf der Rechten nur Abbildungen der adriatischen Küste. Schaut man genau hin, erkennt man auch Darstellungen von geschichtlichen Ereignissen, die sich an den verschiedenen Orten zugetragen haben.

In der Sixtinischen Kapelle angekommen, ist man erstmal ein wenig irritiert: Alle schauen nach oben, es gibt ein allgemeines Gemurmel und das Licht ist im Vergleich zum vorher langgezogenen Gang mit goldfarbener Decke sehr dunkel.

Die Sixtinische Kapelle ist von 1475 bis 1483 unter Papst Sixtus IV. della Rovere erbaut worden. Ihr Architekt war Baccio Pontelli, Baumeister war Giovannino de’ Dolci. Am 9. August 1483 wurde sie mit einer Messe eingeweiht. An den Wänden sind Malereien von vielen Meistern ihrer Zeit zu bewundern. Hauptanziehungspunkt sind aber die Deckengemälde von Michelangelo die er von 1508 n. Chr. bis 1512 n. Chr. gemalt hat. In den Fresken werden mehrere Episoden der Schöpfungsgeschichte dargestellt. Die Sixtinische Kapelle wurde vor einigen Jahren renoviert, so dass die Gemälde wieder in ihrer vollen Farbpracht zu bewundern sind.

Bis dahin,

Dein Romtourist